Intimpflege – Wieviel ist genau richtig?

geschrieben am 21. Oktober 2021

Wie das Gehalt oder der eigene Keller auch, scheint die Intimpflege noch immer ein Tabuthema zu sein. Man spricht nicht gern darüber. Wir schon! Wir finden nämlich, der Intimbereich der Frau sollte sich nicht länger in Verschwiegenheit hüllen müssen. Immerhin handelt es sich hierbei um einen Teil des Körpers, der die volle Aufmerksamkeit verdient und eine anständige Pflege benötigt.

Die richtige Hygiene ist hier ausschlaggebend. Denn sind wir untenrum gesund und sauber, steigert das unser Wohlbefinden und hat somit einen positiven Effekt auf den Alltag.

Wir können zwar viel richtig machen, aber auch viel falsch. Deshalb haben wir einen Blogbeitrag darübergeschrieben. Lasset die Spiele beginnen.

Was ist da unten los?

Mit einem pH-Wert zwischen 3,8 und 4,4 ist die Flora des Intimbereiches deutlich saurer als die restliche Haut. Das hat seinen Grund: Ein saures Milieu beeinträchtigt das Wachstum von krankheitserregenden Bakterien und wirkt somit Infektionen entgegen. Milchsäurebakterien machen den größten Teil der dort vertretenen Bakterien aus. Hinzu kommen geringe Mengen von Pilzsporen und infektionsauslösende Keime. Diese bleiben aber solange unbedenklich, wie der pH-Wert im Intimbereich unter 4,5 liegt. Steigt der Wert, können sie sich jedoch ungebremst vermehren.

Es ist also wichtig, den sauren pH-Wert möglichst nicht zu verändern. Mindestens genauso wichtig wie eine regelmäßige Intimpflege. Denn die Vagina produziert ein Sekret, das Bakterien und Pilze aufnimmt. Hinzu kommen Fettstoffe, die die Intimregion feucht und geschmeidig halten. All diese Sekrete sammeln sich in den Hautfalten des weiblichen Genitalbereichs und würde bei vernachlässigter Intimpflege einen ausgezeichneten Nährboden für schädliche Bakterien bilden.

7 Tipps für eine gesundes und geschmeidiges Untenrum

Weniger ist manchmal mehr – gilt auch für die Intimpflege. Du solltest es nicht übertreiben. Denn zu häufiges Waschen trocknet die Haut aus, sie beginnt zu jucken und wird anfälliger für Infektionen. Experten empfehlen, den Vaginalbereich nur einmal täglich gründlich zu waschen. Nach dem Sport oder Sex wird diese Empfehlung auf zweimal täglich angepasst.

1. Übermut tut selten gut

Eine regelmäßige Intimpflege ist wichtig, da sind wir uns einig. Eine übermäßige Pflege beeinträchtigt allerdings den natürlich sauren pH-Wert unseres Intimbereiches und bringt seine Flora aus dem Gleichgewicht. Folglich können sich Pilze und Keime ungehindert vermehren und Infektionen auslösen. Beschränke dich daher am besten auch während der Regelblutung auf eine Wäsche täglich.

2. Lass nur lauwarmes Wasser ran

Durch heißes Wasser kann die Haut austrocknen, da ihre Schutzbarriere nahezu aufgehoben wird. Das gilt genauso für unsere Intimzone, die mit einer sehr dünnen und empfindlichen Haut versehen ist. Nicht nur Trockenheit, sondern auch Juckreiz wäre eine unangenehme Folge dessen. Nicht so bei lauwarmem Wasser – es ist gut zu dir und reicht vollkommen aus.

3. Vermeide Waschlappen und Schwämme

Wie auch die Schwämme in der Küche, können Waschlappen wie Handtücher im Badezimmer ebenfalls schnell Bakterien sammeln. Und so wie Handtücher möglichst nur drei bis vier Mal benutzt werden sollten, sind auch Waschlappen – sollten sie nicht frisch sein – ungeeignet für die Intimpflege. Hände und Wasser – oder ergänzend eine Intimwaschlotion – sind absolut ausreichend.

4. Greife zu den richtigen Intimpflege-Produkten

Die Vagina ist ein selbstreinigendes Organ, dessen Funktion nicht nur durch eine übertriebene Hygiene, sondern auch durch die falschen Pflegeprodukte gestört wird. Im Gegensatz zu unserer Haut verfügt unsere Vaginalflora über keine extra Schutzschicht, so dass normale Seifen oder Duschgels hier einfach zu aggressiv sind.

Möchtest du dich bei der Intimpflege nicht nur auf Wasser beschränken, solltest du bei der Wahl der Produkte genau hinschauen. Speziell für die Intimpflege ausgerichtete Produkte, die auf den sauren pH-Wert abgestimmt sind und der Haut Feuchtigkeit spenden, sind hierfür die richtige Wahl.

Die Produkte von Your KAYA erfüllen alle Anforderungen. Sie bieten dir untenrum Aufmerksamkeit, Schutz oder Zärtlichkeit. Vom Intimzonen-Peeling über die SOS-Creme bis hin zur Menstruationstasse – mit ihnen erlebst du echte Pflege. Und genau deshalb mussten wir dir auch ihr Intimate Oil in die aktuelle The Natural Box Shaman Wood packen. Wir sind nämlich davon überzeugt, dass es dich auch überzeugt.

5. Sei behutsam bei der Intimrasur

Um Verletzungen zu vermeiden und unnötigen Reizungen der Haut vorzubeugen, solltest du auch auf einige Dinge beim Rasieren des Intimbereichs achten. Da eine Trockenrasur die Hautoberfläche zu sehr strapaziert, empfehlen wir dir, die Haarentfernung unter der Dusche oder in der Badewanne vorzunehmen. Da aber Rasierschaum die schützende Flora durcheinanderbringen kann, verwende für die Rasur lieber Intimwaschlotionen und im Anschluss eine beruhigende Intimpflegecreme, um die gereizte Haut intakt zu halten. Krankheitserreger, Entzündungen, Rasierpickelchen und eingewachsene Haare wirkst du somit effektiv entgegen.

6. Auf die Technik kommt‘s an

Toilettenpapier mit Frischeduft oder feuchte Tücher können in der Intimzone zu Hautirritationen oder sogar Allergien führen. Denn genauso wie parfümierte Seifen oder Duschgele greifen die in ihnen enthaltenen Duftstoffe, Konservierungs- und Feuchthaltemittel die natürliche Schutzbarriere der Haut an, was wiederum zu einer Spielwiese für Bakterien und Pilze wird. Auch Darmbakterien können über den Damm Richtung Vagina wandern und dort Infektionen auslösen. Und zwar dann, wenn du von hinten nach vorne wischst.

Tipp: Wer empfindlich auf trockenes Toilettenpapier reagiert, kann dieses alternativ mit etwas lauwarmem Wasser anfeuchten.

7. Unterwäsche gehört auch zur Intimpflege

Nicht nur auf den täglichen Wechsel der Unterwäsche kommt es an, sondern auch auf das Material. Während in atmungsaktiver Unterwäsche aus Baumwolle der Intimbereich atmen und Schweiß aufsaugen kann, bildet sich in synthetischer Unterwäsche schnell ein Feuchtigkeits- und Wärmestau, der einen idealen Nährboden für Bakterien und Pilze bietet.

Um nach dem Tragen der Unterwäsche wirklich alle Bakterien zu beseitigen, sollte diese bei 60 Grad gewaschen werden.

Noch mehr intime Tipps

  • Wechsle Tampons und Binden spätestens nach 8 Stunden und nutze während der letzten Züge lieber kleine Tampons, da die großen das natürliche Scheidensekret aufsaugen können, was wiederum die Intimzone austrocknet.
  • Kokosöl eignet sich aufgrund seiner desinfizierenden und entzündungshemmenden Eigenschaften hervorragend als Ergänzung zur Intimpflege. Vor allem, wenn du trotz regelmäßiger Intimhygiene zu Pilzinfektionen neigen solltest. Zudem hält es die Intimzone feucht und geschmeidig.
  • Da Antibiotika nicht nur die schädlichen Bakterien, sondern auch die guten bekämpfen, können sie die Flora der Vagina arg beeinflussen. Scheidenpilze und andere Infektionen haben somit leichtes Spiel. Sind sie notwendig, sollst du die Antibiotika natürlich nicht ablehnen, sie aber auch nicht leichtfertig einnehmen.
  • Während Kondome helfen, den pH-Wert im Intimbereich beim Geschlechtsverkehr konstant zu halten, kann Gleitgel den Sex bei Scheidentrockenheit um einiges angenehmer machen. Es macht die Vagina geschmeidiger und schützt sie somit vor schmerzhaften, wunden Stellen, in die Bakterien eindringen könnten.
  • Und wenn wir schon dabei sind: Vermeide es, vom Anal- zum Vaginalsex überzugehen, wenn dein Partner nicht das Kondom gewechselt oder sein gutes Stück gewaschen hat. So schützt du deine Vagina vor einer Flut an Bakterien und senkst die Infektionsgefahr.

In diesem Sinne: Zum Wohle des heiligen Tempels!

Sandra